Debeka: Psychotherapie am Telefon erfolgreich

Psychische Erkrankungen nehmen zu. Das Warten auf einen Therapieplatz beim Psychotherapeuten dauert vielfach sehr lange. Die Kosten für die Behandlung psychiatrischer Patienten wächst für die Krankenversicherungen stetig. Die Debeka Krankenversicherung betreut an Depression erkrankte PKV-Mitglieder bereits seit vier Jahren telefonisch, ergänzend zur ärztlichen Psychotherapie. Der Erfolg gibt der Debeka dabei recht. Die Kosten für die Behandlung sind deutlich niedriger als ohne Telefonbetreuung.

Telefonbetreuung: Steigerung der Lebensqualität bei psychischen Erkrankungen

Psychologisch geschulte Experten können depressive Patienten vielfach dazu bringen, die Einnahme von Medikamenten regelmäßig vorzunehmen. Sowohl die Compliance als auch die Lebensqualität der Betroffenen wird durch eine zusätzliche telefonische Beratung gesteigert, so das Ergebnis des bisherigen Programms der Debeka Krankenversicherung. Seit bereits vier Jahren betreut die Private Krankenversicherung depressive Patienten zusätzlich durch Experten telefonisch. Diese telefonische Unterstützung trägt einerseits zu einer deutlichen Verbesserung des individuellen Lebensgefühls der Betroffenen bei, anderseits spart es Behandlungskosten. Weil depressive Patienten sich vielfach selbst vernachlässigen, betrifft dies auch die Einnahme von Medikamenten, insbesondere von Antidepressiva.

Psychisch erkrankte Patienten werden zur Medikamenteneinnahme angehalten

Die Antidepressiva können so nicht wirken, die Folge ist häufig eine stationäre Akutbehandlung. Durch die telefonische Betreuung kommt es zu deutlich weniger Fällen von stationären Behandlungen und damit auch zu deutlichen Kostensenkungen bei der Debeka. Die Debeka Krankenversicherung bietet das Programm in Zusammenarbeit mit dem Dienstleistungsunternehmen „Any Care“ an. Bei dem Programm werden die Betroffenen insgesamt zwölf Monate psychologisch am Telefon betreut. Die depressiven Patienten werden dabei animiert, die Medikamente regelmäßig zu nehmen. Die Fachkräfte wirken dabei psychologisch mobilisierend. Es findet jedoch kein therapeutischer Behandlungsansatz statt, so Karin Berger von der Debeka.

Positiver Effekt: Kürzere oder gänzlich entfallende stationäre Behandlung

Etwa 15 bis 16 Prozent der depressiven Patienten nehmen das Angebot zur telefonischen Betreuung wahr, so Berger weiter. Bei gleichlautenden Programmen für Herzpatienten nehmen hingegen nur rund zehn Prozent der erkrankten Patienten teil. Berger sagte weiter, dass die Versorgungskosten durch die telefonische Betreuung deutlich sinken würden. Entweder entfällt eine stationäre Behandlung vollständig, oder sie ist deutlich kürzer als in Fällen ohne telefonische Betreuung. Die Behandlungskosten waren mit bis zu 30 Prozent geringer als die ohne telefonische Betreuung. Ziel des Konzeptes ist es, die Patienten vorwiegend zu ambulanten Behandlungskonzepten zu bewegen.

Debeka: PKV mit nur geringen Beitragsanpassungen 2012

Viele Versicherte waren vor der Aufnahme in das Programm zuvor in keiner ärztlichen Behandlung. Auch die Ergebnisse einer Umfrage machen der Debeka Mut. Rund 94 Prozent der betroffenen Patienten würden das Programm anderen Patienten als Hilfestellung weiterempfehlen. Karin Berger plant, das Konzept nun auch auf andere Krankheitsbilder auszudehnen. Die Debeka Krankenversicherung ist bei der diesjährigen Beitragsanpassung eine der wenigen PKV-Versicherer, die mit nur sehr geringen Beitragsanpassungen auskamen und erneut als Testsieger aus dem PKV Test diverser Ratingagenturen wie der Stiftung Warentest hervorging. Auch die telefonische Betreuung dürfte daran wohl nicht ganz unbeteiligt gewesen sein.

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